Heutzutage wird der Hovawart hauptsächlich in 3 Farbschlägen gezüchtet: Schwarz, Schwarzmarken und Blond. Lediglich diese werden vom VDH anerkannt. Dies war jedoch nicht im Sinn des Zuchtbegründers Kurt Friedrich König, da dieser nach dem Motto züchtete: „Ein guter Hund kann keine schlechte Farbe haben“. In seinen Zuchtbemühungen waren alle Farben vorhanden, die auftreten konnten, außer einfarbig Weiß. So erlauben Zuchtvereine, wo der „alte Schlag“ des Hovawarts, in Anlehnung an die Lehren K. F. Königs, weiterhin gerne gesehen ist, auch die seltenen Farbschläge Wildmarken, Blondmarken, sowie Berliner Blond.
Der Hovawart ist ein kraftvoller, mittelgroßer, leicht gestreckter, langhaariger Gebrauchshund. Er bewegt sich mit einem raumgreifenden Gangwerk, wobei sich vor allem im weit ausgreifenden Trab ein exzellenter Schub aus der Hinterhand zeigt. Der Kopf ist kräftig, mit breiter, gewölbter Stirn, ausgeprägtem Stop, dunklen Augen und dreieckigen Hängeohren.
Die Geschlechtsunterschiede sind vor allem an Kopfform und Körperbau deutlich erkennbar. Rüden zeigen klare maskuline Merkmale und sind kräftiger gebaut, wogegen Hündinnen zierlicher gebaut sind und durchaus feminine Züge tragen. Auch in Größe und Gewicht sind deutliche Unterschiede zu sehen. So haben Rüden eine Widerristhöhe von 63 bis 70 cm bei einem Gewicht von 35 bis 45 kg. Hündinnen dagegen erreichen eine Höhe von 58 bis 65 cm bei einem Gewicht von 25 bis 35 kg.